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Und wenn Strom unbezahlbar wird?

Wir Deutschen sind Europameister beim Strompreis. In keinem anderen Land kostet der Strom so viel wie in Deutschland. 2019 haben wir bei den Stromkosten in Privathaushalten 30 Cent pro Kilowattstunde geknackt und 2022 überschreiten wir schon die 35 Cent pro kWh.
Oft sogar noch mehr. Verbraucher sind verunsichert: Wie hoch werden die Kosten noch steigen?

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/154908/umfrage/strompreise-fuer-haushaltskunden-seit-2006/

Das Risiko, zahlungsunfähig zu werden – beispielsweise durch Krankheit oder Jobverlust – ist größer denn je.
Kerzenschein statt Lampe? Kreative Ideen genügen bei der Preisentwicklung nicht immer.

Wie kam es dazu?     

Die Gründe sind vielfältig: Von 2010 bis 2020 war die sogenannte EEG-Umlage der Preistreiber.
Zur Erinnerung: Die EEG-Umlage dient der Finanzierung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien und ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt. Nach diesem Gesetz sind die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) verpflichtet, den Strom von Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen), die ins öffentliche Netz einspeisen, zu einer festgelegten Vergütung abzunehmen; Mögliche Differenzen zwischen den Stromproduktionskosten und dem Marktpreis gleicht die Marktprämie aus, die über die EEG-Umlage finanziert wird. Diese EEG-Umlage zahlen alle Stromverbraucher über einen Anteil an ihren Strombezugskosten mit.
Dann kam die Energiekrise ab 2021 dazu mit immer knapper werdenden Rohstoffen von Kohle und Gas. Richtig Schwung in den Verbrauch der ganzen Nation brachte zusätzlich in den letzten 2 Jahren Corona mit Homeoffice und Zuhause-Bleiben. Und der Markt reagiert: Wenn die Nachfrage steigt, dann steigt auch der Preis – da macht Strom keine Ausnahme. Auch der Ausbau der Erneuerbaren Energien durch die Bundesregierung kommt so fix nicht mit: Langfristig werden Wind- und Solarenergie den Strompreis wieder senken, aber eben mit Verzögerung. 2022 sieht sich Europa nun auch noch in einer ganz anderen Lage, die noch mehr Unsicherheit mit sich bringt.

Was passiert nun in den Haushalten?
Bleiben die Strompreise längerfristig auf so hohem Niveau, ziehen die Verbraucherpreise ebenfalls nach. 410 der knapp 1000 Stromanbieter in Deutschland haben die Strompreise für 2022 bereits angehoben. 68 Prozent Aufschlag wird im Schnitt verlangt, was einen 4-Personen-Haushalt mit 1.100 Euro zusätzlich belastet.

Dabei macht der private tatsächliche Verbrauch gar nicht den Löwenanteil aus: Ob Ladegeräte für die ganze Familie, Durchlauferhitzer, Geschirrspüler oder Bügeleisen: Das alles ist nicht allein der Teuerungsgrund. Die staatlichen Belastungen schlagen nämlich 2022 mit 41% kräftig zu Buche. Für Steuern, Abgaben und Umlagen fallen pro Kilowattstunde 14,29 Cent an. Seit der Liberalisierung des Strommarktes 1998 hat sich der Preis für diesen Kostenblock mehr als verdreifacht. Da können die Geräte noch so neu und sparsam sein – der Preis bleibt auf sehr hohem Niveau.
Was hat das alles mit uns zu tun?
Wir haben zwar kein Rezept fürs sparsamere Kochfeld, können aber dafür sorgen, dass bei Kunden von Energieanbietern der Strom weiterhin für TV, Trockner und Telefon aus der Steckdose kommt. Nämlich dann, wenn das Einkommen beziehungsweise der Verdiener (w,m,d) ausfällt. Kunden in kritischen Lebenslagen können wir mit der Sicherung ihrer Abschlagszahlung versorgen. Davon können auch Energieunternehmen profitieren, die ihren Kunden eine solche Sicherheit anbieten. Oder anders gesagt: Wenn der Strom wirklich einmal unbezahlbar wird, dann gibt es von uns wieder Licht am Ende des Tunnels.